Das Badabenteuer

Das „alte“ Bad

27 Jahre war unser gutes altes Bad im Einsatz. Ich fand es immer noch völlig ok – aber das darf meine Frau nicht lesen, sonst gibt’s Ärger. Weiße Kacheln , viel Licht und ein schöner Kontrast zum Holz – für mich gabs da wenig Änderungspotential.

Natürlich sind bei der langjährigen Nutzung auch Defekte nicht ausgeblieben. Die beiden Siphons unter den Waschbecken mussten irgendwann entsorgt werden – eine Bodenkachel hatte einen Sprung – zum säubern hinter der grossen Eckwanne musste man in die Wanne steigen – die Duschtasse wurde irgendwo undicht und schickte Wassergrüsse ins Erdgeschoss und mittlerweile waren auch ihre Ecken etwas bestossen – die überfüllte Ablage war sehr putzintensiv.

MANN – hätte das alles richten können, für die 5 Minuten im Bad findet sich bestimmt ein guter Kompromiss.

FRAU – dieser unerträgliche Badzustand muss radikal verbessert werden. Schließlich verbringt man hier viele Stunden seines Lebens und da möchte man sich auch etwas wohlfühlen.

Kapitel 1: Abriss

Der Weg zu einem neuen Bad beginnt sehr sehr hässlich mit dem Abriss.



In dieser Phase brauchst Du starke Nerven. Dreck ohne Ende und Unmengen an Abrissmaterial. Der Staub zieht durch jede Ritze und legt sich wie Schnee im ganzen Haus ab.

Man sieht deutlich den veralteten Baustil hinter den Kulissen. Viel Mauer und und antiquarische Holzkonstruktionen statt moderner Modultechnik mit Stahlelementen.

Man sieht auch erst jetzt welche potentiellen Probleme für den Aufbau der zukünftigen Installation im Wege stehen könnten. Ist genug Platz für den Ablauf der neuen flachen Dusche, kollidiert die größere benötigte Fläche der neuen Dusche mit der im Estrich befindlichen Fußbodenheizung und findet man genug Platz für den Ablauf der neu geplanten freistehenden Badewanne ohne eine podestähnliche Erhöhung.

Vor dem Abriss hat es der ausführende Handwerkerbetrieb sehr schwer eine seriöse Aufwandsschätzung vorzunehmen, denn die Unwägbarkeitsfaktoren schlummern unter den Kacheln der alten Installation. Besonders die Beschaffenheiten im Bodenbereich können hier für die eine oder andere Überraschung sorgen.

Kapitel 2: Einkauf

Vor Beginn des Aufbaus neuer Installationsmodule sollten alle neuen Badelemente gekauft oder zumindest deren genaue Maße bekannt sein. Nur so kann der Aufbau der benötigten Modulgerüste, Installationsrohre und elektrischen Leitungen geplant und umgesetzt werden.


Kapitel 3: Installation

Mit den genauen Anweisungen des Kunden ausgestattet beginnt nun die Phase der Installation. Der Kunde ist darüber informiert, das jetzt die Finale Position aller Badelemente verbindlich festgelegt ist und nicht mehr verändert werden kann.

Die Verwendung modularer Konstruktionen aus Stahlstreben ermöglicht die millimeterpräzise Vorplazierung aller später zu verbauenden Elemente.

Im unserem Fall ist im Bereich der Dusche der Einbau einer Sitzgelegenheit und ein Ablagefach geplant. Auch dafür liefert die Metallkonstruktion schon den genauen Rahmen.

Im nächsten Schritt kann nun die Konstruktion beplankt werden.

Jetzt sind dann auch alle Installationsrohre sauber verlegt und angeschlossen.

Bevor nun gefliest werden kann werden die betroffenen Wände mit Regips verkleidet. Hierbei fällt dann viel Spachtelarbeit an um alle Unebenheiten zu beseitigen.

Kapitel 4: Abdichtung

Bevor nun die Fliesen gelegt werden, muss nun eine gründliche Abdichtung des gesamten Nassbereiches vorgenommen werden. Hierzu eignet sich am besten eine gebrauchsfertige Verbundabdichtung wie z.B. das abgebildete codex AX 10.

Die streichfähige Masse wird im gesamten Nassbereich verstrichen und bildet dort eine wirkungsvolle Abdichtung falls es der Nässe gelingen sollte den keramischen Teil zu unterlaufen.

Kapitel 5: Fliesenverlegung

Zur Vorbereitung der Aufbringung der Bodenfliesen kann mit Flüssigestrich ein planer Untergrund hergestellt werden.

Im nächsten Schritt kann nun mit dem Legen der Fliesen begonnen werden.

Ein Laser kann hierbei zur präziesen Ausrichtung der Fliesen wertvolle Hilfestellung leisten.

Die gefliesten Flächen müssen dann im letzten Schritt noch mit Silikon hin zu den anderen Flächen im Bad abgedichtet werden. Hierbei ist natürlich immer auf die materialgerechte Verbindung zu achten.

Kapitel 6: Endmontage

Boden und Wände sind nun optimal vorbereitet. Nun kann die Montage der Gerätschaften erfolgen.

Jetzt fehlt nur noch die Glasabtrennung zur Dusche. Ok ich gebe zu es ist eine leichte Verbesserung im Badezimmer zu verzeichnen – aber für das Geld hätte es auch eine neue BMW GS Adventure 1200 ccm in Vollaussttattung gegeben – seufz.

Kamerataschen

Das Problem kennt jeder Fotograf… man ist immer auf der Suche nach der richtigen Fototasche. Und jeder Fotograf weiss… Du wirst nie die perfekte Tasche finden.

Die Immer-Dabei-Lösung

Meine meist genutzte Tasche ist ein Slingrucksack von CaseLogic.

Die Rucksack ist sehr gut gepolstert und sitzt bei Bedarf stramm am Rücken, so daß er auch beim Radfahren nicht herumschlackert. Ohne ihn abnehmen zu müssen gelangt man an alle Fächer und kann so problemlos Objektive wechseln und kommt ans Geld und Handy.

Im Extremfall verstaue ich hier die Kamera mit zwei lichtstarken Objektiven, die mir von 24-200 mm alle Brennweiten abdecken (Sony FE 24-70 mm f2.8 GM und Sony FE 70-200mm f2.8 GM).

Mit rein passen dann auch noch Ersatzakkus, Graufilter, Portmonae und Handy.

Alternativ bestücke ich die Kamera nur mit einer kleinen Festbrennweite und habe dann die zweite Kammer frei für z.B. eine Flasche und eine kleine Regenjacke.

Die Flugreisen-Lösung

Elektronik sollte ins Handgepäck im Flieger. Das kann dann zusammen mit der Fotoausrüstung schnell etwas eng werden. Hier favourisiere ich derzeit meinen Lowepro Flipside Trek BP 350 AW.

Der Rucksack ist sehr gut gepolstert und besitzt kräftige Gurte, die auch bei höherem Gewicht einen angenehmen Tragekomfort liefern und nicht einschneiden.

Das Fotofach befindet sich auf der Rückseite. Nach Abnahme der Schultergurte kann der Rucksack nach vorne gedreht und gekippt werden. Man hat dann beide Hände für den Objektivwechsel frei. Dazu muss natürlich der Hüftgurt stramm angezogen sein. Nicht sonderlich elegant aber es klappt.

Im Kopffach ist dann noch genug Platz für ein grosses Tele, Buch leichte Jacke etc. Auch weitere Kamerautensilien wie Akkus, Filter oder Staubpinsel finden hier in seperat verschließbaren Netztaschen ihren Platz.

Für ein IPAD, Handy, Geldbörse und Papiere findet sich noch ausreichend Platz in der Tasche auf der Vorderseite des Rucksacks.

Trinkflaschen finden dann auch noch Platz in den Aussentaschen des Rucksacks. Im Hüftgurt sind dann noch zwei kleine Taschen in Griffnähe, die für schnell benötigte Utensilien wie z.B. Schlüssel, Akkus oder Filter gut zu gebrauchen sind. Bei Bedarf kann natürlich mit den vielen verfügbaren Aussenbefestigungen auch noch ein Stativ am Rucksack befestigt werden.

Das obere Fach ist dann unterwegs immer mit dem aktuell gewünschten Objektiv an der Kamera griffbereit bestückt. Das klappt selbst mit der größten Kombination Kamera mit 70-200er Tele. Zusammen mit dem SunSniper-Gurt ist man dann schnell für die nächsten Fotos vorbereitet.

Um was geht’s hier…

Die Konzentration auf das Motiv sollte immer im Mittelpunkt stehen bevor der Auslöser gedrückt wird. Das klappt aber nur wenn das richtige Werkzeug am Start ist und es blind bedient werden kann.

Insofern ist es legitim sich ein paar Gedanken darüber macht, was man zum geplanten Shooting so mitschleppen muss oder möchte.

Impressum

Impressum

Angaben gemäß § 5 TMG:

Ullrich Schönewolf
Rurstrasse 6
50259 Pulheim

Kontakt:

Telefon: 0173-2038657
E-Mail: uschoene@gmail.com

Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV:

Ullrich Schönewolf
Rurstrasse 6
50259 Pulheim

Haftung für Inhalte

Als Diensteanbieter sind wir gemäß § 7 Abs.1 TMG für eigene Inhalte auf diesen Seiten nach den allgemeinen Gesetzen verantwortlich. Nach §§ 8 bis 10 TMG sind wir als Diensteanbieter jedoch nicht verpflichtet, übermittelte oder gespeicherte fremde Informationen zu überwachen oder nach Umständen zu forschen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen.

Verpflichtungen zur Entfernung oder Sperrung der Nutzung von Informationen nach den allgemeinen Gesetzen bleiben hiervon unberührt. Eine diesbezügliche Haftung ist jedoch erst ab dem Zeitpunkt der Kenntnis einer konkreten Rechtsverletzung möglich. Bei Bekanntwerden von entsprechenden Rechtsverletzungen werden wir diese Inhalte umgehend entfernen.

Haftung für Links

Unser Angebot enthält Links zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar.

Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden wir derartige Links umgehend entfernen.

Urheberrecht

Die durch die Seitenbetreiber erstellten Inhalte und Werke auf diesen Seiten unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Autors bzw. Erstellers. Downloads und Kopien dieser Seite sind nur für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch gestattet.

Soweit die Inhalte auf dieser Seite nicht vom Betreiber erstellt wurden, werden die Urheberrechte Dritter beachtet. Insbesondere werden Inhalte Dritter als solche gekennzeichnet. Sollten Sie trotzdem auf eine Urheberrechtsverletzung aufmerksam werden, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden wir derartige Inhalte umgehend entfernen.

Datenschutzerklärung

Datenschutzerklärung

Datenschutz

Die Betreiber dieser Seiten nehmen den Schutz Ihrer persönlichen Daten sehr ernst. Wir behandeln Ihre personenbezogenen Daten vertraulich und entsprechend der gesetzlichen Datenschutzvorschriften sowie dieser Datenschutzerklärung.

Die Nutzung unserer Webseite ist in der Regel ohne Angabe personenbezogener Daten möglich. Soweit auf unseren Seiten personenbezogene Daten (beispielsweise Name, Anschrift oder E-Mail-Adressen) erhoben werden, erfolgt dies, soweit möglich, stets auf freiwilliger Basis. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben.

Wir weisen darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet (z.B. bei der Kommunikation per E-Mail) Sicherheitslücken aufweisen kann. Ein lückenloser Schutz der Daten vor dem Zugriff durch Dritte ist nicht möglich.

 

Server-Log- Files

Der Provider der Seiten erhebt und speichert automatisch Informationen in so genannten Server-Log Files, die Ihr Browser automatisch an uns übermittelt. Dies sind:

  • Browsertyp und Browserversion
  • verwendetes Betriebssystem
  • Referrer URL
  • Hostname des zugreifenden Rechners
  • Uhrzeit der Serveranfrage

Diese Daten sind nicht bestimmten Personen zuordenbar. Eine Zusammenführung dieser Daten mit anderen Datenquellen wird nicht vorgenommen. Wir behalten uns vor, diese Daten nachträglich zu prüfen, wenn uns konkrete Anhaltspunkte für eine rechtswidrige Nutzung bekannt werden.

 

Kontaktformular

Wenn Sie uns per Kontaktformular Anfragen zukommen lassen, werden Ihre Angaben aus dem Anfrageformular inklusive der von Ihnen dort angegebenen Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen bei uns gespeichert. Diese Daten geben wir nicht ohne Ihre Einwilligung weiter.

 

Newsletterdaten

Wenn Sie den auf der Webseite angebotenen Newsletter beziehen möchten, benötigen wir von Ihnen eine E-Mail-Adresse sowie Informationen, welche uns die Überprüfung gestatten, dass Sie der Inhaber der angegebenen E-Mail-Adresse sind und mit dem Empfang des Newsletters einverstanden sind. Weitere Daten werden nicht erhoben. Diese Daten verwenden wir ausschließlich für den Versand der angeforderten Informationen und geben sie nicht an Dritte weiter.

Die erteilte Einwilligung zur Speicherung der Daten, der E-Mail-Adresse sowie deren Nutzung zum Versand des Newsletters können Sie jederzeit widerrufen, etwa über den „Austragen“-Link im Newsletter.

 

Kommentarfunktion auf dieser Webseite

Für die Kommentarfunktion auf dieser Seite werden neben Ihrem Kommentar auch Angaben zum Zeitpunkt der Erstellung des Kommentars und, wenn Sie nicht anonym posten, der von Ihnen gewählte Nutzername gespeichert.

Speicherung der IP Adresse

Unsere Kommentarfunktion speichert die IP-Adressen der Nutzer, die Kommentare verfassen. Da wir Kommentare auf unserer Seite nicht vor der Freischaltung prüfen, benötigen wir diese Daten, um im Falle von Rechtsverletzungen wie Beleidigungen oder Propaganda gegen den Verfasser vorgehen zu können.

Abonnieren von Kommentaren

Als Nutzer der Seite können Sie nach einer Anmeldung Kommentare abonnieren. Sie erhalten eine Bestätigungsemail, um zu prüfen, ob Sie der Inhaber der angegebenen E-Mail-Adresse sind. Sie können diese Funktion jederzeit über einen Link in den Info-Mails abbestellen.

 

SSL-Verschlüsselung

Diese Seite nutzt aus Gründen der Sicherheit und zum Schutz der Übertragung vertraulicher Inhalte, wie zum Beispiel der Anfragen, die Sie an uns als Seitenbetreiber senden, eine SSL- Verschlüsselung. Eine verschlüsselte Verbindung erkennen Sie daran, dass die Adresszeile des Browsers von „http://“ auf „https://“ wechselt und an dem Schloss-Symbol in Ihrer Browserzeile.

Wenn die SSL Verschlüsselung aktiviert ist, können die Daten, die Sie an uns übermitteln, nicht von Dritten mitgelesen werden.

 

Auskunft, Löschung, Sperrung

Sie haben jederzeit das Recht auf unentgeltliche Auskunft über Ihre gespeicherten personenbezogenen Daten, deren Herkunft und Empfänger und den Zweck der Datenverarbeitung sowie ein Recht auf Berichtigung, Sperrung oder Löschung dieser Daten. Hierzu sowie zu weiteren Fragen zum Thema personenbezogene Daten können Sie sich jederzeit unter der im Impressum angegebenen Adresse an uns wenden.

 

Widerspruch Werbe- Mails

Der Nutzung von im Rahmen der Impressumspflicht veröffentlichten Kontaktdaten zur Übersendung von nicht ausdrücklich angeforderter Werbung und Informationsmaterialien wird hiermit widersprochen. Die Betreiber der Seiten behalten sich ausdrücklich rechtliche Schritte im Falle der unverlangten Zusendung von Werbeinformationen, etwa durch Spam-E-Mails, vor.

Telealternativen

Die Objektivpalette im Vollformatbereich für den Sony EMount ist mittlerweile mit vielen Alternaiven für jeden Bedarf/Geldbeutel ausgestattet. Das generelle Preisniveau ist leider sehr hoch, hier können jedoch adaptierte Objektive von Fremdherstellern Abhilfe schaffen.

Ich kaufe gerne gebraucht. Im Weitwinkel- bis Normalbereich gibt es auf dem Markt mittlerweile auch genug entsprechende Angebote. Mit entsprechender Marktkenntnis und geduldiger Suche lassen sich genügend Objektive beschaffen , die sich bei pfleglicher Behandlung auch nach Jahren mit wenig Verlust wieder verkaufen lassen.

Nur im Telebereich sieht es bei Sony ein wenig anders aus, wenn ich hier die Situation mit anderen Marken vergleiche. Das sicherlich gute FE 70-200 f4.0 ist leider nicht lichtstark genug, denn hier bin aus Nikonzeiten sehr verwöhnt und möchte aus verschiedenen Gründen die Lichtstärke 2.8 nicht mehr missen. Das FE 70-200 f2.8 ist klasse aber auch wirklich sündhaft teuer  (ca. 2600,- Euro) und der Gebrauchtmarkt gibt da derzeit noch nichts attraktives her.

Der Zufall brachte mich dann auf die richtige Fährte zur Lösung des Problems.   Ich stolperte über folgenden Bericht:

http://münchenphoto.de/reviews/minolta-300mm-f2-8-apo-g-hs/

Weitere Recherchen zu Minolta-APO Objektiven machten immer mehr Appetit auf das Thema und letzendlich ließ ich mich auf das  Abenteuer in doppelter Hinsicht ein.

Doch der Reihe nach. Zur Betreibung der Minoltas benötigt man leider auch wieder einen Adapter. Der hauseigene Sony LA-EA4 bringt die AMount Objektive von Minolta auf den EMount.

Zunächst einmal beschaffte ich mir das Minolta APO 200mm f2.8. Es wird gebraucht je nach Zustand zwischen 500 und 1000 € gehandelt.

Minolta APO 200mm f2.8

Für ein 200er Objektiv mit der Lichtstärke 2,8 ist es ultra kompakt. Gewicht inkl. Adapter 990 g – Baulänge 17,5 cm bzw. 20 cm mit ausgefahrenem Geli (ebenfalls inkl. Adapter). Filtergröße 72mm. Traumhafte Verarbeitung im Ganzmetallgehäuse mit eingebautem Geli.

Hier ein paar Bildbeispiele:

Sony A7R II – Minolta APO 200mm – 1/1000 Sek. bei f2.8

Sony A7R III – Minolta APO 200mm – 1/160 Sek. bei f4.0

Sony A7R III – Minolta APO 200mm – 1/2500 Sek. bei f4.0

Fazit: Ein handliches 2,8 Tele mit Brennweite 200mm. Ich bin völlig zufrieden mit den Bildergebnissen. Ohne viel Ausschuss werden sie superscharf und der Autofokus ist trotz adaptierung noch ausreichend schnell für die meisten üblichen Aufnahmesituationen – und das zum etwa halben Preis eines Sony FE 20-200 mit Lichtstärke 4,0.

Da nun mein Fokus auf Minolta APO.Objektive sensibilisiert war sties ich dummerweise wenige Zeit später auf folgendes Exemplar:

Minolta APO Highspeed 300mm f2.8

Alt, bauartbedingt unfassbar schwer (2830 g) aber emotional eine unvermeidliche Sünde. An der zierlichen Sony sieht es schon ein wenig klobig aus, unauffälliges Knipsen hört dann natürlich sofort der Vergangenheit an.

Vergleichbare Objektive kosten bei Sony, Nikon, Canon ein Vermögen. Die raren Minoltas auf dem Markt sind gebraucht ab ca. 1200 € zu haben. Nutzbar sind diese Boliden entweder mit Stativ oder Monopod.

Auch hier ein paar Beispiele:

Sony A7R III – Minolta APO HS 300mm – 1/1600 Sek. bei f3.5

Sony A7R III – Minolta APO HS 300mm – 1/125 Sek. bei f2.8

Sony A7R III – Minolta APO HS 300mm – 1/125 Sek. bei f5.0

Sony A7R III – Minolta APO HS 300mm – 1/125 Sek. bei f5.0

Sony A7R III – Minolta APO HS 300mm – 1/4000 Sek. bei f2.8

Sony A7R III – Minolta APO HS 300mm – 1/1600 Sek. bei f2.8

Sony A7R III – Minolta APO HS 300mm – 1/2500Sek. bei f2.8

Fazit: Man nimmt dieses Objektiv nur selektiv mit auf die Reise. Die Schlepperei wird dann aber durch exquisite Resultate belohnt. Das sahnige Bokeh dieser Linse im Hintergrund der scharf gezeichneten Aufnahmeobjekte entschädigt für die Rückenschmerzen.

Altglas

Gute Objektive sind sehr viel älter als moderne Systemkameras. Daher ist es umso mehr zu begrüßen, daß man heute alle diese alten Schätze per Adapter problemlos mit den heutigen modernen Kamerabodies kombinieren kann.

Einfache Adapter kosten um die 20-30 Euro und viele gute alte analoge Objektive sind oft auch für 30-100 Euro mit etwas Geduld gebraucht zu erwerben. Es ist allerdings darauf zu achten, das sie einen Blendenring besitzen,  also nicht über elektronische Kontakte für die Blendensteuerung gesteuert werden können.

Man hat dann keinen Autofokus, aber mittels moderner Unterstützung in der Form von Focus Peaking (= farbliche Hervorhebung der aktuell scharfen Kanten) oder Bildvergrößerung auf Tastendruck läßt sich sehr präzise die gewünschte Schärfeebene am Objektiv einstellen.

Für meine Versuche habe ich meine Sony Alpha 7R II über einen Quenox Nikon(G)-EMount Adapter mit einem Micro-Nikkor 55mm f2.8 gekoppelt:

Sportaufnahmen werden mit solchen Kombinationen schwerlich gelingen, aber Landschafts- und Makroaufnahmen oder etwa Portraits lassen sich problemlos realisieren.

Los geht’s:

– Modusrad auf M oder A und gewünschtes Objekt anvisieren. Der elektronische Sucher hebt die aktuelle Schärfeebene mit Fokus Peeking rot hervor. Alternativ kann meist das Fokus Peeking auch auf weiß oder gelb voreingestellt werden (was im vorliegenden Fall auch glücklicher gewesen wäre).

Zur weiteren Unterstützung kann bei Bedarf eine Vergrößerung per vorbelegter Taste angefordert werden. Dazu kann das auf dem Display angezeigte Rechteck beliebig auf den gewünschten Bildausschnitt verschoben werden.

Die Sony Alpha bietet hier die Vergrößerungen 6,2 oder 12,4fach an. Bei Nutzung der Vergrößerung ist das Fokus Peeking eher störend als hilfreich und kann bei dieser Methode auch im Menu der Kamera deaktiviert werden.

Der gewünschte Blendenwert muß vom Objektiv abgelesen werden. Bei Veränderung des Blendenwerts kann im Display die angepasste Belichtungszeit kontrolliert werden.

Nachfolgend zeige ich hier einige Beispiele. Mit klick auf die Bilder können diese auch vergrößert betrachtet werden.

 

Die Ergebnisse stellen mich sehr zufrieden. Trotzdem drängt sich die Frage auf, welche Leistungsunterschiede zwischen guten alten Optiken und modernen zeitgerechten Hochleistungsobjektiven existieren. Gerade wenn man sie an einer leistungsstarken Systemkamera oder DSLR betreibt.

Aus diesem Grund mußte nun mein betagtes Nikkor in den Ring mit einem der schärfsten Sony FE-Optiken, dem Carl Zeiss Sonnar FE 1,8/55 ZA. Es werden hier nicht Äpfel mit Birnen verglichen. Auch das Nikkor hat einen legendären Ruf als rattenscharfes Referenzmodell. Es wurde ab 1979 gebaut und ist auch noch heute für ca. 450 Euro neu erhältlich – eine erstaunliche Karriere für ein rein mechanisches analoges Objektiv.

Die Bilder wurden mit Stativ und Fernauslöser aufgenommen um Bewegungsunschärfen zu vermeiden. Fokussiert wurde auf die Vorderseite der Holzkiste. Die Unschärfe beim links abgebildeten Zoom ist nicht den Objektiven anzulasten, denn die Bilder wurden mit Offenblende 2,8 aufgenommen und die linke Seite befindet sich nicht in der Schärfeebene.

 

Carl Zeiss Sonnar FE 1,8/55 ZA – ISO 100 – f2.8 – 1/8 s

Micro-Nikkor 55mm f2.8 – ISO 100 – f2.8 – 1/8 s

Beide Objektive liefern sehr gute  und ziemlich identische Resultate ab. Erstaunlich wenn man bedenkt, das hier über 30 Jahre Weiterentwicklung zwischen den Kontrahenden liegen.

Qualitative Unterschiede werden erst bei genauerer Betrachtung deutlich. Speziell an den Rändern kann das Nikkor nicht mehr das hohe Niveau halten. Für die meisten Aufnahmesituationen sollten aber diese Unterschiede von untergeordneter Bedeutung sein. Zudem

Carl Zeiss Sonnar FE 1,8/55 ZA                                          Micro-Nikkor 55mm f2.8

Fazit: Gute alte Optiken haben auch noch heute ihre Daseinsberechtigung nicht nur in der Vitrine. Wenn man Geld sparen möchte und nicht den Schwerpunkt auf Actionfotografie legt, spricht nichts gegen gute Ergebnisse. Das manuelle Fokussieren fördert zudem den kreativen Umgang mit dem Werkzeug.

Im Hinterkopf sollte man nur behalten, das nicht alle alten Objektive auch gute Objektive sind. Ein wenig Recherche vor dem Ankauf sollte zwingend angeraten werden.

Die neue Braut

Ich bin ein Verräter!

Ich war über viele Jahre glücklich mit Nikon verheiratet. D3 – D700 – D800 – D800E – D810… 

Mit der D810 mit ihrer traumhaften Auflösung, Dynamik, der genialen Haptik und der phantastischen Rauscharmut bei Lowlight ließ bei mir vom Resultat keine Wünsche offen.

Was störte mich denn eigentlich:
– kein Klappdisplay
– etwas klobig
– für Sport/Action etwas langsam

Gegen den Systemwechsel sprach der sehr ausgereifte Objektivpark mit Zooms und Festbrennweiten von 14mm bis 300mm.

Alternativen im eigenen Haus brachten auch keine Lösung. Bei der D750 fehlten mir die vielen Pixel für kreative Bildausschnitte und die D850 war mir einfach zu teuer.

Plan A

Die Idee war ein Zweitsystem zur Eliminierung der fehlenden Optionen. Mein Auge viel auf die Marke Fuji

Von der X-T1 zur X-T2 mit ein paar kleinen Festbrennweiten 23mm/35mm/56mm war ich plötzlich sehr mobil… und eigentlich auch sehr zufrieden.

Fazit: Sehr zufrieden mit der Bildqualität und der gewonnenen Mobilität war die Fuji jetzt die Hauptkamera und die Nikon übernahm die Spezialaufgaben Teleaufnahmen und Makros.

Plan B

In mir nagte weiter der Gedanke wie bekomme ich alle meine Wünsche in einer Kamera vereint. Sony Alpha wurde zu dieser Zeit von Version zu Version immer besser… aber, die Objektivpreise beziffern sich jenseits von Gut und Böse.

Eine Idee reifte in meinem Hirn:  Fuji weg – D810 weg – Nikkore behalten               – Sony Alpha 7R III mit englischem Menü in Irland bestellen (spart über 1000 Euro) – Adapter Commlite kaufen und Nikkore weiterverwenden.

Fazit: Der Plan ging zunächst auf. Tolle Bildqualität, Klappdisplay, Adapter machte seinen Job ordentlich mit Sigma Art 35mm, Sigma Art 24-105mm, Nikkor 85mm. Nicht so gut klappte die Adaptierung an Nikkor 70-200mm f2.8 und Micro-Nikkor 105mm f2.8. Zudem verliert man durch die Adaptierung sehr viel Leistung beim Fokussieren und die Sony wirkt wie eine Spielkamera an viel zu grossen Objektiven.

Plan C

Alle meine Nikkore wurden von mir mit viel Geduld gebraucht erworben und ich hatte bis dato noch nie Geld an Objektiven beim Wiederverkauf verloren. Bei Kameragehäusen sieht das anders aus, hier verliert man immer Geld beim Wiederverkauf.

Mit dieser Erkenntnis im Hinterkopf reifte dann der Plan: Verkaufe mit Geduld und fairer Einschätzung deine Nikkore und ersetze sie sukzessive mit E-Mount-Objektiven.

Fazit: Wieder mal bin ich glücklich. Tolle Bildqualität, toller Autofokus, handlich,  Bildstabilisierung in der Kamera, super Rauschverhalten bei Lowlight und absolut performant bei Sportaufnahmen. Die etwas verschlechterte Haptik gegenüber der Nikon wird mit den dazu gewonnenen Vorteilen mehr als wett gemacht.

Sport & Action


Sony ICE-7RM3  –  FE 55mm F1.8ZA  – 1/500 f1.8

Zum erfolgreichen Einfrieren bewegungsintensiver Szenen wird von der eingesetzten Kamera extreme Leistung verlangt. Sie muss in der Lage sein in hoher Frequenz Bilder aufzunehmen und der Fokus darf hierbei nicht das darzustellende Objekt aus den Augen verlieren.

Gut ausgestattete Kameras erlauben es verschiedene spezielle Voreinstellungen zu speichern. Je nach Aufnahmesituation kann dann schnell auf die geeignete Grundkonfiguration passend zur Situation umgeschaltet werden.

Für bewegungsintensive Aufnahmesituationen verwende ich meine Voreinstellung „SPORT“:


Zeit 1/500   –   ISO AUTO im Bereich 100-1250   –  Blende frei wählbar
AF-C für kontinuierlich mitführenden Autofokus – Serienbildgeschwindigkeit auf Hi – RAW Format

Fazit: ich brauche mich nicht um Bewegungsunschärfen kümmern, kann mich voll auf die korrekte Fokusierung auf das Aufnahmeobjekt konzentrieren und kann über die Blendensteuerung die gewünschte Tiefenwirkung beeinflussen.

              Sony a7R III mit Sony FE 70-200mm GM 1/500 s. f2.8

Das Bild sieht nach typischer Fütterung aus – weit gefehlt. Es war weit und breit kein Tierpfleger in Sicht und der Seehund spielte minutenlang mit dem Fisch, den er immer wieder in die Luft warf und dann auffing.

Sony a7R III mit Sony FE 70-200mm GM 1/500 s. f2.8

Der Pelikan hatte offensichtlich hohen Reinigungsbedarf. Minutenlang tobte er durch das Wasser und schüttelte ständig seine Flügel aus.